Die Partnerstädte-Fahrer sind zurück

Fast 2000 km und 14.000 Höhenmeter hat die Radgruppe der NaturFreunde Schorndorf auf ihrer Partnerstädtetour von Lissabon nach Schorndorf hinter sich gebracht. Am 2.Juni sind Peter Biler, Helmut Gauss und Klaus Reuster von Lissabon gestartet und am Dienstag, 16.Juni um 16 Uhr in Schorndorf angekommen. „Die Symbolik die Partnerstädte Errenteria und Tulle auf dieser Radreise zu verbinden ist uns gelungen und dies mit reiner Muskelkraft“, so der Vorsitzende Klaus Reuster.
Die Tour musste teilweise vor Ort angepasst werden, waren doch Straßenführungen, Gelände, Zeit, Übernachtungsmöglichkeiten sowie Kondition immer wieder aufs härteste herausgefordert worden. Die Tagesetappen waren zwischen 90 und 200km lang. Sie führte von Lissabon am Fluss Tejo entlang nach Osten ins Alentejo. Herrliche Landschaften rechts und links der Straßen, Vögel wie die Störche konnten beim Brüten beobachtet werden, Schwarze Milane, Wiedehopfe oder Adler gesichtet werden. Hilfsbereite Menschen halfen immer wieder bei der Übernachtungssuche. Von Mora nach Castelo Branco ging es noch flott voran, ab Moro im Norden kamen die Berge, die dem Trio kräftemäßig alles abverlangten. So wurde mit Hilfe eines „Radersatzverkehrs“ die nördlichst portugiesische gelegene Stadt Braganca mit Hilfe eines Transporters erreicht. „Wir waren so erschöpft, dass wir einen Ruhetag einfach gebraucht haben“, so Peter Biler. Ausserdem braucht man von Braganca eine volle Tagestour mit 130 km um über die spanische Grenze in den Bergen nach Benavente zu kommen, so Reuster ergänzend weiter.
Über das spanische Hochland ging es zügig nach Norden weiter, herrschte doch endlich auch mal Südwind, sonst wehte der Gruppe der gesamten Tour über stehst ein steifer Nordwind entgegen. Um am Pfingstsonntag in der spanischen Partnerstadt sein zu können wurde ein weiterer Radersatzverkehr in Form der Eisenbahn gewählt.
In Errenteria wurde die Schorndorfer Gruppe von Juan Carlos Merino, Mari Blanco und Virnelys Pelegrino vom Partnerschaftsverein empfangen. San Sebastian wurde erkundet und die Grenzstadt Hondarribia.
Drei Tagesetappen später erreichten die Radler bereits die französische Partnerstadt Tulle. Am Ortseingang wurden sie von Agnes Trains vom „Tulle Cyclo Nature“ erwartet und in die Stadt begleitet. Im Rathaus wurde am nächsten Morgen ein Empfang mit Frühstück organisiert, an dem der Bürgermeister sowie weitere Radler von Tulle Cyclo Nature teilnahmen. Eine gemeinsame Radtour in die Berge des Zentralmassivs und der Region Corezze schloss sich an, ehe die Schorndorfer verabschiedet wurden.
Über Clermont-Ferrand und Bourg en Bresse haben Peter Biler und Klaus Reuster noch den französischen Jura ausgiebig befahren, ehe sie über Baume les Dames, Besancon und Belfort Frankreich bei Basel über den Rhein verließen.
Während Peter Biler sich mit seiner Frau im südbadischen traf um einige Tage dort zu verbringen, erreichte Klaus Reuster schließlich Schorndorf. „Kein einziger Reifendefekt, keine Stütze oder Verletzungen, alle wohlauf“, so das Fazit von Klaus Reuster, obwohl sie auch einmal einige Kilometer auf einer spanischen Autobahn fahren mussten, als Landstraße und Autobahn einfach veneint wurden!. „Hilfsbereite Menschen, beeindruckende Begegnungen und herzliche Begrüßungen in den Partnerstädten waren der Mühen allemal wert“, so der Vorsitzende der NaturFreunde. „Und wenn die Begegnungen auch kurz waren, so freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit den Freunden aus den Partnerstädten“.
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